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Jahresbericht - Saison 2005 Die Saison 2005 der AvD Pro 2000 -Rückblick Mit einem zeitlich gestrafften Konzept (nur 6 Veranstaltungswochenenden mit insgesamt 18 Läufen) startete die AvD Pro 2000 in das Jahr 2005. Auch die Klasse SC (Supercup) mit dem verbesserten 390er Motor hatte beim ersten Kartweekend auf dem Harzring in Reinstedt ihre Premiere. Nachdem Petrus am Christi Himmelfahrtsdonnerstag auch für die VG Monheimer TC/MTC Gera gut gelaunt war, so wurden an den Renntagen dann die Schleusen permanent geöffnet. Für die Neueinsteiger in den einzelnen Klassen nicht unbedingt das ideale Auftaktwetter, aber das ist nun mal höhere Gewalt. In der 270er Klasse Light hatte Sascha Linert mit 4 Rennsiegen an diesem Wochenende die Bestmarke gesetzt, gefolgt von Schöffler, Hees, Hess und Cherubin, die die übrigen Punkte der vier Rennen unter sich verteilten. In der 270 Basic gab es den erwarteten Titelkampf zwischen Steve Toparkus aus Gera und Julia Kalb aus dem Großraum Mainz und Claudius Leitenmaier vom RC Günzburg, aus der gleichnamigen Legolandstadt. Die 390 Advanced schien von der Papierform her die Kampfklasse schlechthin zu werden, hatten sich doch hier die ehemaligen Meister der Light und Basic wieder getroffen, um sich nicht gerade langsamen Konkurrenz zu stellen. Maik Stolzenburg, Ilsfeld und Maxi Stenzer aus Viechtach lieferten sich packende Zweikämpfe, in welche ab und an auch der Offenbacher Marco Patrizio, Andre Goldenbein und Florian von Gartzen eingriffen. In der 390 Solid trafen sich dann die Aufsteiger aus Basic und Advanced des Vorjahres. David Schiwietz und Alwin Borth wechselten sich mit den Laufsiegen geradezu ab, lediglich Michi Nowak von der Scuderia Kempten konnte neben Mirkes und Saup den ein oder anderen Klassensieg für sich verbuchen. In der 390-SC hatten sich für die erste Saison dieser neuen Klasse insgesamt 11 Teilnehmer eingeschrieben, darunter auch 2 der Mädels der Klasse Advanced aus 2004: Die Meisterin Lena Heun mit Kollegin Clarissa Leisegang wollten es den früheren Klassenkameraden Andy Berwinkl, Marc Landwehr, Tobias Roth und Bastian Müller erneut zeigen. Nur haben auch einige „Neue“ den Schritt in diese Klasse gewagt, so dass Rennleiter Uwe Fuchs ein schönes Premierenstartfeld auf die Reise schicken konnte. Am Harzring hatte dann Marc Landwehr aus Unna die Nase bei allen Läufen vorn und konnte Lena Heun, Bastian Müller und Andy Berwinkl auf die Plätze verweisen. Wegen technischer Probleme wurde ein SC-Rennen gecancelt und auf die Veranstaltung Bopfingen verschoben. Als nächstes stand der Odenwaldring in Schaafheim auf dem Programm, wo der MSC Affalterbach als Veranstalter drei Läufe anbot. In den 270er Klassen das erwartete Bild: Linert holte 2 Siege und einen 3. Platz, Schöffler 2 Mal Platz 2 und ein Mal Platz 3 und Alvin Hees hielt mit einem Klassensieg den Anschluss an die Spitze. In der Basic diesmal klare Sache für Julia Kalb, die mit 3 Laufsiegen zeigte, dass man auch in der Basic mit ihr rechnen muss. Absolut spannende Rennen in der Advanced, wo Laufsiege und Punkte unter den ersten vier der Tabelle aufgeteilt wurden. Die Solid-Klassensiege wurden am Odenwaldring zwischen Schiwietz, Borth und Mirkes aufgeteilt, die SC war 2 x ein klarer Fall für Lena Heun. Vor der Sommerpause ging es dann noch zur 1-Tages-Veranstaltung des AMSC Liblar/ACV für zwei Rennen zum Hunsrückring nach Hahn. Bei dieser recht schnellen und langen Strecke standen auch wieder die üblichen Klassensieger vorne: Light: Linert und Hees, Basic: Kalb und Toparkus, Advanced: 2 x Stolzenburg, Solid: Borth und Nowak, SC: Heun und Landwehr. Sommerpause und dann auf die Alb nach Bopfingen auf die Breitwangbahn. Erstmalig holte Sascha Linert keinen Klassensieg bei den drei Rennläufen, sondern der ärgste Verfolger Thomas Schöffler holte 2 Siege und Steven Hees den dritten Light-Sieg des Tages. In der Basic hatte es die Landschaft dem Thüringer Steve Toparkus angetan: 3 Klassensiege fuhr er auf dem Berg heraus. In der Advanced musste Maik Stolzenburg ebenfalls sieglos heimfahren, Maxi Stenzer und Marco Patrizio teilten die Siege unter sich auf. In der Solid punkteten Borth, Schiwietz und erstmals auch Sascha Saup je einen Klassensieg. 3 x Lena Heun in der SC und den gecancelten Lauf vom Harzring, der hier nachgeholt wurde, gewann Dominik Ruff. Der Vogelsbergring in Wittgenborn mit 4 Rennen war die nächste Station der Pro 2000. In der Light konnte Linert seinen Vorsprung mit 3 Klassensiegen ausbauen, Schöffler dagegen konnte einen Sieg und zwei 2. Plätze und einen 3. Platz auf seinem Konto gutschreiben. Basic-man Steve Toparkus glänzte mit 3 Siegen, den 4. Sieg nahm ihm Mitstreiterin Julia Kalb dann doch ab. In der Advanced konnte Maik Stolzenburg seinen Vorsprung auf Maxi Stenzer mit 3 Siegen weiter ausbauen, während Sebastian Kolb sich den Sieg des 3. Laufes in Wittgenborn sicherte. Dreimal 2. und ein Mal 3. das Resultat für den Viechtacher Maxi Stenzer. In der Solid drei Mal unschlagbar: Alwin Borth aus Offenbach hatte hier den Heimvorteil für sich gepachtet. David Schiwietz aus Hückeswagen (Berg.-Land) konnte einmal siegen und Timo Falter fuhr auf einem zweiten Platz in die Punktränge. Heimvorteil - gerade im Regen - für Lena Heun bedeutet in diesem Fall 3 Siege und einen 2. Platz. Da erübrigt sich jeder Kommentar. Andy Berwinkl holte drei zweite Plätze und Dominik Ruff den zweiten Klassensieg in dieser Saison. Einige Vorentscheidungen vor dem Saisonfinale (2 Rennläufe) in Hahn waren bereits gefallen, aber es gab ja noch die Streichergebnisse. Sascha Linert aus Waiblingen holte in der Light beide Siege und damit unangefochten auch den Titel der Klasse Light 270ccm. Thomas Schöffler konnte seinen 2. Platz in der Meisterschaft mit einem 2. u. 3. Platz in den letzten Rennen festigen. Steven Hees belegte den 3.Rang in dieser Klasse.
In der Basic holte Steve Toparkus, der in Frankfurt gerade seine Ausbildung zum Mechatroniker absolviert, unangefochten den Titel vor Julia Kalb und Claudius Leitenmaier, der neben der Pro 2000 auch noch im Jugendkart und im Superkartslalom aktiv war.
Die Advanced schien zwar nach Wittgenborn für Maxi Stenzer als gelaufen, doch durch zwei Siege von Außenseiter Sebastian Kolb musste man den Streichern noch mal nachrechnen. Maik Stolzenburg als Führender der Meisterschaft konnte seine Position mit zwei 2. Plätzen verteidigen, Maxi Stenzer knapp geschlagen wurde Zweiter und Marco Patrizio fuhr den dritten Gesamtrang nach Hause.
Alles offen war in der Solid. Alwin Borth oder David Schiwietz war hier die Frage. Borth holte souverän zwei Siege in Hahn, Schiwietz musste nach abgefahrenem Frontspoiler noch mal in die Box, holte im Rennen aber dennoch 5 Punkte als Streicher, was im Endergebnis aber nicht ausreichte. Borth holte den Titel vor Schiwietz und Michi Nowak, der in Hahn immerhin zwei 2. Plätze herausfahren konnte. Gleichzeitig konnte David Schiwietz aber den Titel als bester Fahrer der U-18 Wertung noch für sich herausfahren; es war auch die letzte Chance dafür in diesem Jahr.
Die SC hatte in den Abschlussrennen einen Sieger, der hier noch einmal zeigen konnte, dass er das Siegen nicht verlernt hatte: Andy Berwinkl vom AC Helfenstein dominierte beide Rennen und verwies auch Dauersiegerin Lena Heun auf einen 2. und einen 3. Platz. Den Titel jedoch hatte sie sicher: Lena Heun gewinnt nach der Advanced in 2004 nun die Meisterschaft in der neuen Klasse SC vor Marc Landwehr, Andy Berwinkl und Bastian Müller. Abends war dann Feiern im Paddock von Norbert Stumpf angesagt. Der AvD hatte eine Düsseldorfer Szene Band spendiert und neben Kränzen, Pokalen und Weinpräsenten für alle Teilnehmer gab es auch eine Verlosung, bei welcher die Firmen Hetschel-Mach1 Kart, Honda, Bridgestone und der AvD freundlicherweise wertvolle Sachpreise zur Verfügung stellten. Alles in allem eine gelungene Saison und eine tolle Party, freute sich Pro 2000 Organisator Jens Klingenberg vom AvD und verwies auf die Neuerungen in 2006, wo nun erstmals auch zwei Zweitaktklassen (125er Parilla) die Pro 2000 Serie bereichern werden.
Wittgenborn 2004 Rennbericht AvD PRO 2000 Wittgenborn am 9. Oktober 2004 Goldener Oktobersamstag auf dem Vogelsbergring in Wittgenborn. Der MSC Kahl hatte zum 13. und 14. AvD-Pro-2000-Trophy-Lauf auf die hessische Rundstrecke geladen. 43 „Kartiasten“ kamen, unter ihnen fünf Gaststarter. Dauer-Rennleiter Uwe Fuchs und Permanent-TK Michael Schulz hatten keinerlei erwähnenswerten Probleme mit dem fairen Starterfeld. Eigens angereist auch der dauergestreßte AvD-Frontmann Jens Klingenberg, der am Freitag noch im DMSB-Fachausschuss die Weichen für den Autoslalom 2005 stellen musste. Drei Klassen wurden von Doppelsiegern beherrscht: Bastian Müller, Lena Heun und Alwin Borth. Vielleicht wären es gar deren vier geworden, wenn, ja wenn das Hetschelkart des Waiblingers Sascha Linert im ersten Lauf vom väterlichen Rennteam rechtzeitig zum Laufen gebracht worden wäre. So allerdings musste er der Konkurrenz die Klasse Light kampflos überlassen. Hatte sich bei den „Leichtgewichten“ Thomas Schöffler auf die Pole gesetzt, musste er sich am Ende mit Rang vier zufrieden geben. Mike Stolzenburg vom MC Heilbronn fuhr von Trainingsposition vier auf den höchsten Podiumsplatz, gefolgt von Maximilian Stenzer und Toni Greif. Mächtig Dampf machte Yannik Cherubin der seine fünfte Startreihe am Ende gegen einen fünften Platz eintauschte. Noch besser machte es in der Klasse Basic Bastian Müller. Ihm gelang das Kunststück seine neunte Startposition in einen Klassensieg zu verwandeln. Gaststarter und Rookie Nico Grasmück aus der Talentschmiede der Offenbacher Scuderia ließ durch eine Top-Plazierung in Startreihe drei aufhorchen, fand sich aber, nach einigen Drehern, auf der noch stellenweise feuchten Piste, nach Rennende am Schluß des Feldes wieder. Der Kochersteinsfelder Tobias Roth stellte seinen Untersatz auf Rang zwei und der Allgäuer Michael Nowak vom MSC Scuderia Kempten wurde Dritter. Marko Tozzi aus der Legoland-Stadt Günzburg machte auf Rang vier nicht den glücklichsten Gesichtsausdruck. Was Wunder: hatte er doch durch eine kleine Unachtsamkeit gleich zu Beginn des Rennens seine Poleposition verspielt. Auch Steve Toparkus konnte die Erwartungen mit Rang fünf nicht ganz erfüllen. Eine solide Leistung zeigte der Frankfurter Alwin Borth. Schon im Training schrieb er die beste Zeit in die Grimmsche Zeitmeßanlage und ließ auch im Rennen Titelaspirant und Punkteprimus Andreas Berwinkl nicht den Hauch einer Chance. Hinter dem Helfensteiner reihten sich Schalke-Fan David Schiwietz und Marc Landwehr ein. Ihren Heimvorteil nutze Lena Heun. Obwohl es im Training eine bis auf die tausendstel Sekunde absolut identische Zeitgleichheit (1:00.831) mit Nicole Widera gab, stand sie bei der Startaufstellung aufgrund der zuerst gefahrenen Bestzeit ganz vorn. Im Rennverlauf entschied sich die Frankfurterin in Diensten der Scuderia Offenbach schon bald dafür, einen sicheren zweiten Platz ins Ziel zu bringen. Einzig Clarissa Leisegang brachte Bewegung ins Teilnehmerfeld und komplettierte die Ladypower in der Klasse Advanced, indem sie vom letzten Startplatz noch aufs Stockerl fuhr. Gab es am Vormittag noch klare Entscheidungen, so zeigte das zweite Rennen denkbar knappere Ergebnisse. Besonders die beiden Pechvögel Sascha Linert vom Waiblinger Motorsport und Gastfahrer André Goldenbein, vom Nordbadener Nachbarverband ins Rennen geschickt, sorgten für Furore. War Linert wie bereits erwähnt der Start am Vormittag aus technischen Gründen komplett verwährt, musste Goldenbein den 270er nach verlorenem Hinterrad, aussichtsreich auf Rang drei liegend, auf der Wiese neben der Strecke stehen lassen. Schon im Training hatte Linert, sicher auch mit der nötigen Portion Wut im Bauch, der Konkurrenz gezeigt wozu er im Stande ist. Seine 56.291 war Bestzeit. Nach spannendem Rennverlauf schaffte es Maik Stolzenburg auf Platz zwei, gefolgt von Toni Greif. André Goldenbein wurde Vierter vor Maximilian Stenzer und Alwin Hess. Die volle Punktzahl konnte Bastian Müller mit nachhause nehmen. Dieses Mal hatte er sein Basic-Kart sicherheitshalber auch schon im gezeiteten Training ganz nach vorne gestellt und das war nach passieren des schwarz-weiß karierten Tuches so geblieben. Auch Lisa Seidel, das Mädel vom MSC Oberehe, brachte ihren zweiten Platz ins Ziel und sicherte sich den Damenpokal. Das Trio komplettierte ein zufriedener Steve Toparkus der den Allgäuer Michael Nowak und den Kochersteinsfelder Tobias Roth auf die Plätze verweisen konnte. Gleiches Bild wie am Vormittag auch im zweiten Training der Solid. Alwin Borth war an diesem Tage nicht zu schlagen. Weder im Training noch im anschließenden Rennen, welches er unter spontanen Laola-Wellen seines Fanclubs als Sieger beendete. „Albatros“ David Schiwietz konnte ihm annähernd folgen, nachdem sich Andy Berwinkel zu sehr auf die Verfolgung des Frankfurters konzentriert hatte und nicht bemerkte, dass Schiwietz und auch Marc Landwehr, dem er sich am Ende mit einer tausendstel Sekunde geschlagen geben musste, selbst in Lauerstellung lagen. Trotzdem kommt der Titelverteidiger vom AC Helfenstein mit 30 Punkten Vorsprung zum Finallauf nach Hahn. Im Training konnte sie ihr Versprechen, welches sie dem Streckensprecher in der Mittagspause gemacht hatte, noch bekräftigen: „Das zweite Rennen gewinne ich“. Doch nach Rennende war der Mann am Mikro wieder mal um eine Erfahrung reicher: Frauen halten selten Versprechen. Und auch die junge Dame, die sich etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt hatte mußte erfahren, dass man sich gegen eine Lena Heun nicht eine zehntel Sekunde Unachtsamkeit erlauben kann. Drei Runden lang lag Nicole Widera in Front. Dann dieser klitzekleine Fehler. Und dann war sie durch, die Wittgenbornerin. Da nützten dann auch die folgenden Attacken nichts mehr. Blieb nur die Genugtuung das beste Rennen des Tages abgeliefert zu haben. Und wie schon beim ersten Rennen sorgte Clarissa Leisegang mit Rang drei für die Vorherrschaft der Damen in der Klasse Advanced. Eckard Grandt
Schaafheim 2004 5. und 6. Lauf der AvD PRO 2000-Rennkart-Trophy in Schaafheim Scuderia Offenbach e.V. im AvD
Eiertanz im Odenwald Reifenpoker und spannende Fights Frankfurt am Main, 7. Juni 2004 – Der Sommer steht zwar laut Kalender kurz vor der Tür, das Wetter erinnerte am 5. Juli auf dem Odenwaldring in Schaafheim aber eher an den April. Sonnenschein, dicke Wolken und die bei Fahrern und Mechanikern allseits beliebten Regenschauer wechselten sich ab. Die angefeuchtete Strecke war gerade richtig zum Abfliegen mit Slicks oder zum Vernichten von Regenreifen und sorgte vor allem beim freien Training und bei den Qualifyings für Stress. Klasse Light: Gar nicht leicht Auch der erste Lauf der Klasse Light begann mit zahlreichen Drehern und Ausrutschern, weil direkt zu Beginn des Rennens ein kurzer Nieselregen einsetzte. Nach zwei Runden hatte sich das Feld jedoch sortiert und zog vorsichtig, aber unfallfrei seine Kreise. Diese Situation nutzte Max Stenzer, der vom zweiten Startplatz aus in Führung ging und sie gleich in den ersten Runden auf mehrere Fahrzeuglängen ausbaute. Die hielt er bis sechs Runden vor Schluss, als Toni Greif ihn ausbremste und die Spitze übernahm. Er und Maik Stolzenburg hatten sich vom Feld abgesetzt und sorgten in der Endphase für Feuer an der Spitze – und für viel Wirbel in der letzten Runde. Erst wenige Kurven vor der Zielflagge eroberte sich Max seine Führung zurück und verwies Maik und Toni auf die Ränge zwei und drei. Das zweite Rennen verlief ohne Regenschauer-Einlage und war im Vergleich zum ersten Lauf insgesamt ruhiger. Für Bewegung sorgte dieses Mal das Mittelfeld mit Newcomer Thomas Schöffler, Alwin Hess und Felix Kern mit dem Kampf um die Plätze sieben bis neun. Klasse Advanced: Die Mädels-Band Die Spannung blieb. In der mit nur sieben Startern besetzten Klasse Advanced herrschte die pure Frauen-Power, angeführt von Clarissa Leisegang als Pole Setterin. Tatkräftige Unterstützung erhielt sie von Nicole Widera und Lena Heun, die Max Hornbach und Rouven Hartig das Leben schwer machten. Letzterer ließ sich nicht lumpen und knöpfte Clarissa in der siebten Runde die Führung ab, während Lena, die vom fünften Platz gestartet war, eine furiose Aufholjagd fuhr. Nach gut der Hälfte des Rennens hatte sie das Spitzen-Trio Hartig – Leisegang – Widera erreicht, musste aber erkennen, dass Heranfahren und Vorbeifahren doch zwei Paar Stiefel sind. Trotz packender Szenen blieb es auf den ersten drei Plätzen bei der genannten Reihenfolge. Auch im zweiten Lauf dieser Klasse blieb kein Auge trocken. Nach dem Start hatte Rouven Hartig zunächst einmal Lena Heun die Führung abgeknöpft und sie nach Nicole Widera (Rang zwei) auf die dritte Position befördert. Nun hatte Rouven die geballte Frauen-Power im Genick, die sich auch untereinander nicht zimperlich waren. Clarissa Leisegang schnappte sich schon in der zweiten Runde Platz drei, um nun Nicole unter Druck zu setzen. Kurz vor Rennende war dann Schluss mit Lustig: Nicole geht in Führung, und Clarissa nutzt cool einen Rempler zwischen Rouven und Lena – Position zwei. Geschickt kontert sie einen Angriff Lenas, um dann schließlich in der letzten Kurve Nicole buchstäblich zu überrumpeln und den Sieg nach Hause zu fahren. Klasse Basic: Basis-Programm Und dann die Basic, mit 15 Fahrern stärkstes Feld an diesem Wochenende. Auch hier Frauen-Power in persona Julia Kalb, die mit Bastian Müller den Kampf um die Spitze ausgesprochen farbig gestaltete. Die beiden waren von den Rängen fünf und sechs gestartet, rückten aber bereits in der zweiten Runde das Feld zurecht. Julia übernahm die Führung, und Bastian machte ihr das Leben schwer. Auch im Mittelfeld ging’s gut zur Sache, wo sich Bastian Kern vom zwölften Startplatz auf die neunte Position vorankämpfte. Dazu kam ein leichter und kurzer Regen, Bastian löste Julia in Runde sieben an der Spitze ab. Bis in die letzte Runde gab es dort mehrfache Wechsel – bis zur letzten Kurve, als Julia innen an Bastian vorbei ging und schließlich das Rennen gewann. Im zweiten Rennen zahlte es Bastian Müller dann der Julia heim – mit einem Start/Ziel-Sieg vor Steve Toparkus und eben Julia, die sich verzweifelt bemühte, den zweiten Platz doch noch zu erobern. Klasse Solid: Kampf der Giganten Bei den Solid-Schwergewichten zeigte wieder einmal Gaststarter Andreas Kolb dem Rest des Feldes, wo der Hammer hängt. Um es vorweg zu nehmen – der Start/Ziel-Sieg war ihm sicher. Mit der Präzision eines Uhrwerks drehte Andreas, der zwischenzeitlich in den Seat-Leon-Cup aufgestiegen ist, fehlerlos seine Runden, gefolgt von Alwin Borth. Dahinter ging’s schon heftiger zur Sache. In der dritten Kurve nach dem Start erwischte es David Schiwietz, der dann abgeschlagen dem Feld hinterher fuhr. Im Mittelfeld kämpften Gaststarterin Angela Koop, Marc Landwehr und Marco Fiedler, bis es sieben Runden vor Schluss erneut zu regnen begann. Innerhalb einer Runde war die Strecke mit Trockenreifen unfahrbar, das Rennen wurde abgebrochen. Halbe Punktzahl, aber dafür heile Knochen und keine krummen Karts. Der zweite Lauf war dann trocken und vollständig, was jedoch nichts an Andi Kolbs zweitem Sieg ändern sollte. Dahinter gab es wiederum zahlreiche spannende Positionskämpfe samt spektakulärem Dreher von Angela Koop, die ihr Kart nach Touchierung eines Curbs mit qualmenden Reifen um 180 Grad umdrehte.
Hahn2 2004 Hunsrücker Herbst Das Saisonfinale der AvD PRO 2000 Rennsport Trophy fand am 16.10.04 auf dem Hunsrückring in Hahn statt. Fand das Zeittraining bereits unter „wet practice“ statt, so wurde auch das 1. Rennen der Light als „wet race“ gestartet und die Fahrer standen bei feuchter, kalter Strecke, aber regenlosem Himmel vor der Entscheidung der richtigen Reifenwahl. 4 Fahrer haben auf Slicks gesetzt und Recht behalten. Im ersten Drittel des Rennens begann die Ideallinie abzutrocknen und die Titelaspiranten konnten ihre hinteren Plätze peu á peu gutmachen. Allen vorweg Tabellenführer Maxi Stenzer, der trotz eines Drehers zu Beginn das Feld aufrollen und sich an die Spitze setzen konnte und diese bis ins Ziel auch nicht mehr abgab. Auf den Plätzen 2 und 3 lieferten sich der Waibliner Sascha Linert und Maik Stolzenburg aus Ilsfeld spannende Zweikämpfe. Julia Kalb konnte sich bei diesem Rennen nicht so richtig in Szene setzen und fuhr aber sichere Punkte mit Platz 6 nach Hause. Die mittlerweile größtenteils trockene Strecke führte dazu, dass die nachfolgenden Rennen wieder komplett auf Slickreifen starten konnten. In der Advanced verteidigte Lena Heun vom MSC Wittgenborn ihre Führung in der Meisterschaft souverän vor dem heute erstaunlich stark fahrenden Max Hornbach, der das sonst übliche Damen-Triumvirat mit Lena Heun, Nicole Widera und Clarissa Leisegang sprengen konnte. Als Lohn gab es den 2. Platz für Hornbach vor Widera und Leisegang. Bastian Müller war auch in der Basic erneut wieder das Maß der Dinge. Faire Kämpfe auf den weiteren Rängen bescherten Steve Toparkus aus Gera den zweiten und Michi Nowak von der Scuderia Kempten den dritten Platz. Marco Tozzi vom RC Günzburg wurde vierter vor Tobias Roth vom MSC Kochersteinsfeld. Mit Andy Berwinkl vom AC Helfenstein stand der Meister der Solid bereits vor diesem Wochenende fest, aber auf Platz 2 und 3 waren noch Veränderungen möglich. David Schiwietz vom RT Albatros, in dieser Saison erstaunlich konstant und auch schnell unterwegs, hatte noch die theoretische Chance den Offenbacher Alwin Borth auf den dritten Rang zu verweisen. Ein überaus spannendes Rennen in dieser Klasse mit fantastischen Positionswechseln bis zum Schluss. In der letzen Runde und der vorletzten Kurve gab es dann ein Gerangel auf den Plätzen 1 (Borth ) und 2 (Schiwietz), so dass diese beiden in der vorletzten Kurve vor der Zielflagge ihre Plätze an Weigert und Berwinkl verloren. Kurz vor dem Ziel wurde Weigert dann noch von dem ehemals 4. Berwinkl abgefangen, der damit einen erneuten Sieg auf sein Konto schreiben konnte. Borth und Schiwietz kamen auf 3 und 4 ins Ziel. Weigert, der als Gaststarter in der Meisterschaftswertung nicht punkten konnte, wurde von der Rennleitung im Anschluss an die Zieldurchfahrt nachträglich disqualifiziert (er hatte schon eine Verwarnung im Rennen erhalten) und ist daraufhin aus eigenem Entschluss beim zweiten Rennen leider nicht mehr gestartet. Am Nachmittag öffnete der Himmel erneut seine Schleusen, so dass nur Regenrennen angesagt waren. Maxi Stenzer aus Viechtach war wieder einmal der Sieger in der Klasse Light und hatte damit auch seinen Meistertitel souverän nach Hause gefahren. Stolzenburg, Linert und Greif leisteten sich packende Zweikämpfe und konnten ihr fahrerisches Talent im Regen unter Beweis stellen, welches Linert mit dem zweiten Platz für sich entscheiden konnte. Dennoch reichte der dritte Platz für Maik Stolzenburg, um den Vizemeistertitel in der Serie zu holen. Toni Greif, im Rennen „nur“ Vierter, konnte damit aber seinen 3. Rang in der Meisterschaft nach Hause fahren. Meisterschaftsvierter wurde der Newcomer Sascha Linert aus Waiblingen. Das Damen-Triumvirat der Advanced ließ sich diesmal von Max Hornbach nicht beeindrucken und fuhr in der Reihenfolge Heun, Widera , Leisegang aufs Treppchen. Eben genau diese Reihenfolge wurde auch in der Meisterschaft beibehalten. Die Ex-Bambini Fahrerin Lena Heun holte den Meistertitel in der Advanced vor Nicole Widera von der Scuderia Offenbach und Clarissa Leisegang. Für Max Hornbach reichten die Platzierungen an diesem Rennwochenende und das Fehlen von Rouven Hartig leider nicht aus, den 4. Platz von Hartig in der Meisterschaft zu übernehmen. Nichts anbrennen ließ Bastian Müller in der Klasse Basic und fuhr erfolgreich zum Rennsieg und zum Meistertitel in der Klasse. Auf den weiteren Plätzen wurde es noch einmal spannend. Steve Toparkus hatte sein Kart zum letzten Rennen auf „Rosa“ getrimmt und wollte – dem Hinweis auf der Sitzlehne folgend – jeden Schubser von hinten mit Wattebäuschen bewerfen. J Mit seinem „Traumschiff Surprise-Kart“ lieferte sich Toparkus spannende Zweikämpfe mit dem Kemptener Michi Nowak, der das Rennen dann letztendlich auf Platz 2 vor Toparkus beenden konnte. Der Vizetitel in der Meisterschaft ging jedoch an Steve Toparkus. Julia Kalb, auch in diesem Rennen mit dem 8. Platz nicht so richtig in Form, konnte aber ihre Meisterschaftspunkte und den Streicher so addieren, dass dabei der dritte Gesamtrang für die Mainzerin herauskam, einen Punkt vor Michi Nowak, der die Meisterschaft damit ganz knapp geschlagen auf dem 4. Rang beendete. Zum erwarteten Showdown in der Solid kam es dann leider doch nicht. Die Positionen waren bezogen und in der Reihenfolge Berwinkl, Borth und Schiwietz liefen die Führenden der Meisterschaft auch ins Ziel des letzten Rennens. Andy Berwinkl vom AC Helfenstein holte sich zum zweiten Mal erneut den Meistertitel in der Solid. Vizemeister wurde verdient der Frankfurter Alwin Borth mit 8 Punkten Vorsprung auf David Schiwietz aus Hückeswagen im Bergischen Land. Marco Fiedler und Marc Landwehr besetzen die Meisterschaftsplätze 4 und 5 in diesem Jahr. Für die Siegerehrung dieses Rennwochenendes hatte sich der veranstaltende AvD etwas Besonderes ausgedacht: In dem ehemaligen Flugzeughangar des Hunsrückringes gab es nach einem zünftigen Hunsrücker Grillbuffet ( Bahnchef Norbert Stumpf ließ es sich nicht nehmen, den Grill persönlich zu bedienen), eine Verlosung unter den Teilnehmern, wo viele Sätze Bridgestone Kartreifen, Kettensprays, Kart-Abdeckplanen, AvD-Taschenlampen und Autoatlanten und diverse Bekleidungsstücke der Fa. Hetschel-Mach 1 den Besitzer wechselten. Nicht vergessen wurde auch der weibliche Elternteil der Teilnehmer: ein kleines Blumengeschenk als Dankeschön durften die Mütter mit nach Hause nehmen. Neben Erinnerungspokalen für alle Teilnehmer, konnte Serienkoordinator und AvD-Jugend- und Breitensportleiter Jens Klingenberg zusammen mit AvD-Sportchef Johannes Hübner auch den permanenten Funktionären der Serie und den „Hetschels“ einen Pokal überreichen. Höhepunkt war dann die Liveband „plop’ rockt“, nach eigenen Aussagen Deutschlands einzigste Band, die aus aktiven Motorsportlern besteht. Leadsänger Lars Gutsche (Slogan: Wer Rennen kommentieren kann, kann auch Lieder singen), Langstreckenpilot Charly Bruchmann, Slalomamazone Irene Knops und Helmut Cremer (EX-PRO 2000 Teamchef und Oldie-Rallye Beifahrer) heizten den versammelten PRO 2000ern ordentlich ein. Ein gelungener Saisonabschluss, der in 2005 am gleichen Ort seine Wiederholung finden wird. Ein Dankeschön an alle Teilnehmer, Betreuer, Helfer, Veranstalter, Rennleiter, Streckenposten, Leiter der Streckensicherung, Zeitnehmer, Sport- und technischen Kommissare und wir sehen uns in 2005 wieder.
Jens Klingenberg
Genderkingen 2004 Es geschah an einem Tag Saisonauftakt in Genderkingen/Donauwörth „Cambodunum Kartrennen“ Frankfurt/M. (avd), 3. Mai 2003 – Verschlankung ist derzeit überall angesagt: in Wirtschaft und Verwaltung, im täglichen Unterhalt ebenso wie beim Reisen und eben auch im Sport. Die AvD PRO 2000 Rennkart-Trophy präsentiert sich im siebten Jahr ihres Bestehens ebenfalls ganz trendy. Aus der Zwei-Tages-Veranstaltung wurde eine Ein-Tages-Organisation, und das Starterfeld schrumpfte von ehemals insgesamt rund 70 Fahrern auf 51 eingeschriebe Teilnehmer. 46 Nachwuchs-Racer waren jedenfalls zur Saisoneröffnung im schwäbischen Genderkingen dabei. Angenehmes „Rennwetter“ - mal Sonne, mal Wolken, aber immer trocken – machte die Reifenwahl einfach. Der Rennlaune tat das überschaubare Feld gottlob keinen Abbruch – es wurde gefightet wie eh und je. Und bei den einen oder anderen geplagten Helfer-Eltern stieß der nun freie Sonntag durchaus auf Wohlwollen: „Dann sind am Montag jedenfalls die Spuren beseitigt“, freute sich Renn-Mama Siegrid Kalb, die mit Ehemann Wolfram und Tochter Julia zu den „Gründungsmitgliedern“ der PRO 2000 gehört. Dass der Schrumpfungsprozess nicht ausschließlich auf den Budget-Rotstift zurückzuführen ist, machte erfreulicherweise die Einstiegsklasse Light deutlich: Sie ist zu zwei Dritteln mit neuen Teilnehmern besetzt, die künftig spannende Gefechte erhoffen lassen. In Genderkingen dominierten jedoch noch drei Wiederholungstäter mit bereits zwei Jahren Erfahrung unterm Helm. Toni Greif, Maximilian Stenzer und Maik Stolzenburg belegten in beiden Läufen die ersten drei Plätze (Lauf 1: Stenzer – Stolzenburg – Greif, Lauf 2: Greif – Stenzer – Stolzenburg). Die 180°-Kehre am Ende der Start/Zielgeraden war hier wie in allen Klassen wiederum Dreh- und Angelpunkt des Geschehens und forderte neun Runden vor Schluß auch das Aus von Newcomer Philipp Rudischhauser. In der Klasse Advanced – bei den 390er-Leichtgewichten – herrschte die pure Frauen-Power. Vorne weg zog ungefährdet Lena Heun ihre Kreise, die bereits in der vergangenen Saison dem damaligen Establishment kräftig eingeheizt hatte. Ebenfalls in beiden Läufen auf Treppchenkurs war Clarissa Leisegang. Wie Rouven Hartig war sie aus der Basic aufgestiegen und das erste Mal in dieser Klasse am Start. Mit Rang zwei im ersten Lauf und drei im zweiten (nach einem Scharmützel mit David Ramm) tauschte Clarissa jeweils die Plätze mit Rouven. Der Basic-Meister des Vorjahres David Ramm kämpfte mit der Motorleistung und landete auf den Rängen fünf bzw. sechs. Der Pechvogel im ersten Lauf hieß Pascale Bicher, der auf Rang drei liegend in der siebten Runde ausfiel. Die 270er-Basic ist heuer die Klasse der „alten Kämpfer“, und das merkt man - oder besser die Seitenkästen – dem Renngeschehen auch deutlich an. Hier wird mit viel Erfahrung auf Millimeter gefahren, getreu dem Motto: Wer bremst, verliert. Das kostete Julia Kalb bereits in der ersten Kurve den Platz in der Spitzengruppe und beförderte sie an den Schluss des Feldes. Die Kämpfe unter den ersten fünf machten den ersten Lauf bis zum Schluss extrem spannend. Vor allem die beiden Spitzenreiter Bastian Müller und Marco Tozzi schenkten sich nichts. Nach zahlreichen Führungswechseln konnte Marco Tozzi zwei Runden vor Schluss das Duell für sich entscheiden. Im zweiten Lauf dagegen zeigte Sebastian Müller allen den Auspuff und fuhr mit fast vier Sekunden Vorsprung einen souveränen Start/Ziel-Sieg nach Hause. Die Konstante in beiden Läufen bildete Bastian Kern mit jeweils dem dritten Platz. Mit ebenfalls viel Erfahrung können die „Schwergewichte“ der 390er Solid aufwarten. Auch hier gab es trotz des kleinen Starterfeldes auf allen Rängen spannende Manöver. Neben einem souverän führenden Andreas Berwinkl attackierten sich im ersten Lauf auf den Rängen vor allem Patrick Hauda, Timo Kieslich und Marco Fiedler, was schließlich Patrick Hauda mit Platz zwei und Basic-Aufsteiger David Schiewitz mit der dritten Position für sich entscheiden konnten. Schiwietz überrumpelte den vor ihm fahrenden Kieslich in taktisch und fahrerisch einwandfreier Manier. Der größte Pechvogel war jedoch Marc Landwehr, dessen Motor in der Boxengasse vor der Startaufstellung zum ersten Rennen seinen Dienst versagte. Kommentar des Schrauber-Vaters: „Nach dem mißglückten und enttäuschenden Ausflug in eine 2-Takt-Serie haben wir uns kurzfristig entschlossen, wieder AvD-PRO 2000 zu fahren, weil wir uns hier sehr wohl fühlen. Das Kart wurde ohne Check aus dem Verschlag geholt und eingesetzt. Eine kleine Inspektion wäre wohl doch besser gewesen“. Berwinkl startete auch im zweiten Lauf von der Pole, musste jedoch gegen Timo Kieslich und Marco Fiedler heftig um seine Lorbeeren kämpfen, die erst zwei Runden vor Schluss gegen Timo Kieslich behaupten konnte. Fünf Runden zuvor hatten sich bereits Marco Fiedler und Sebastian Breitscheidel durch eine Kollision in die zweite Hälfte katapultiert. Marc Landwehr, nun mit wiederbelebten Motor und neuem Benzinfilter schaffte Platz 4 vor Schiwietz auf dem 5. Platz. Die veranstaltende Scuderia Kempten e.V. im AvD hat die Veranstaltung in diesem Jahr mit einer neuen Orga-Leitung durchgeführt. Andy Eppinger und Jürgen Mayrock, ehemalige PRO 2000 Fahrer, sind die neuen Sportleiter der Scuderia Kempten und haben ihre „Einstandsveranstaltung“ mit Bravour gemeistert. Auch an dieser Stelle herzlichen Glückwunsch zum gelungenen Gesellenstück.
HaSchu/JK
Wittgenborn 2003 Rennbericht AvD PRO 2000 Wittgenborn (11./12.Okt. 2003) Während am Samstag der Vogelsbergring in Wittgenborn seine graue und nasse Seite präsentierte, zumindestens was die Vormittagsstunden beim Training betraf, präsentierte er sich pünktlich zu Rennbeginn in goldener Herbstsonne und steigerte sich bis Sonntag zu Kaiserwetter. Die Mannen des Kahler MSC taten das Übrige für ein gelungenes Saisonfinale der AvD-Pro-2000 und ein überaus diszipliniertes Starterfeld bescherte Permanent-Rennleiter Uwe Fuchs und TK Michael S chultz ein geruhsames Wochenende. So gab es denn auch überwiegend strahlende Gesichter und beim „Schlußplädoyer“ von AvD-Tausendsassa Jens Klingenberg sogar Standing Ovations, insbesondere dann, als Gaby Hetschel (Mach1Kart) einige Dankesworte an die Teilnehmer richtete. Mann des Wochenendes war der Heilbronner David Ramm, der das Hetschel-Kart in der Klasse Basic einmal mehr auf Pole stellte und den Zielstrich zweimal als erster überfuhr. Lohn dafür waren optimale 40 Punkte, die ihm dann auch die Meisterschaft bescherten. Bei teilweise herbstglatter Strecke gingen am Samstag 21 Teilnehmer in der Klasse Light ins Zeittraining. Rouven Hartig (RT Albatros) kam mit den Wetterverhältnissen am besten klar und deklassierte die hinter ihm Plazierten um fast zwei Sekunden. Im Rennen mußte sich der Niemetaler allerdings Thomas Schnermann (AMSC Liblar) aus Roetgen geschlagen geben. Eine sensationelle Aufholjagd zeigte Hartigs Clubkollegin Clarissa Leisegang (RTA), die aus der fünften Startreihe nach vorne fuhr und sich den letzten Podestplatz sicherte. Der junge MSC-Rhön-er Matthias Kaul indes konnte die von ihm selbst, durch den zweiten Startplatz aufgestellten Erwartungen nicht erfüllen. Am Ende blieb der fünfte Platz und die Hoffnung auf die kommende Saison. Der Kochersteinfelder Sebastian Breitbach fuhr zwar mit 57:243 die schnellste Rennrunde mußte aber mit Postion sieben vorlieb nehmen. Mit dem Vorteil der Meisterschaftsführung in der „Advanced“ ging der Essener Michael S chöttler ins Samstags-Zeittraining. Der Junge aus der Ruhrpott-Zentrale (RTA) stellte sein Kart auf den besten Startplatz und mit über fünf Sekunden Vorsprung in den Parc fermé. Seine beste Saisonleistung erzielte Tony Reis aus Gera vom MTC Gera. Im Training noch Fünfter, sah er das schwarz-weiß karierte Tuch als Zweiter und war mit 54:231 Schnellster in einer Rennrunde. Platz vier im Qualifying und Platz drei im Rennen erkämpfte sich Alwin Borth von der Scuderia aus der Lederstadt Offenbach. Lokalmatadorin Lena Heun, die jeden Grashalm auf dem Vogelsbergring mit Vornamen kennt, konnte ihren dritten Startplatz nicht halten und war am Ende Fünfte und beste Dame in der Klasse. David Ramm (MC Heilbronn) ließ in der Klasse Basic von vornherein keinen Zweifel an den Absichten aufkommen, mit welchen er zu den Finalläufen angereist war. 59:078 die Fabelzeit die er der Konkurrenz im Training auf die riesige Zeittafel am Vogelsbergring schrieb. Und im Rennen ließ er dann auch überhaupt keinen Zweifel aufkommen, daß er die Meisterschaft 2003 mit nach Heilbronn nehmen wird. Über zwölf Sekunden Vorsprung waren es schließlich auf die Verfolger Julia Kalb, aus Gau-Bischofsheim und den Rückersdorfer Timo Weigert, die sich bei der Startaufstellung noch in Reihe drei und vier befanden. Der Trainigszweite Michael Nowak (Sc. Kempten) war bei Rennende bis auf Platz zehn durchgereicht und Bastian Müller beim Start noch Dritter mußte sich mit Rang sieben zufrieden geben. Andy Berwinkel, der junge Helfensteiner stellte mit Hilfe der komplett angereisten Familie sein Gefährt auf den begehrtesten Platz in der „Solid“. Hinter ihm reihten sich Timo Kieslich und Jean- Louis Capliuk ein. Beim Rennen bescherte der Helfensteiner seiner „infarktgefährdeten“ Mama dann auch noch den Sieg und zwanzig Meisterschaftspunkte. Der Allgäuer Timo Kieslich konnte dem Druck nicht lange Stand halten und landete auf Position vier. Jean- Louis Capliuk und Stephan Schubert standen bei der Siegerehrung mit auf dem Treppchen. Beim ersten Sonntags-Zeittraining der Light diktierte der Meisterschaftssiebte Steven Toparkus (MTC Gera) völlig überraschend die beste Trainingsbestzeit in die Grimmsche Zeitmeßanlange. Gefolgt von Maik Stolzenburg (MC Heilbronn), der das Ergebnis dann im Rennen aber umdrehen konnte. Genauso verhielt es sich bei Matthias Kaul und Maximilian Stenzer. Thomas Schnermann rollte auf Rang zehn und spendete die sieben Punkte seinem Streichergebnis, denn die „Light“-Meisterschaft 2003 hatte er sich mit dem Samstagsieg bereits gesichert. Für Chris Zeuner (Sc. Kempten) ging es um den Vizetitel. Entsprechend motiviert präsentierte er sich beim 16. und lezten Lauf der „Advanced“. Freie Sicht auf die Start- und Zielgerade waren der Lohn für die schnellste Trainingsrunde. Sein ärgster Verfolger Stephan Wachtel (MSC Walldorf-Astoria) stand direkt neben ihm und das Trio wurde vervollständigt von Michael S chöttler (RT Albatros). Im Rennen wie in der Meisterschaftswertung konnte Zeuner den Mitbewerber Wachtel, dem es auch nichts nützte mit 53:431 die schnellste Runde des gesamten Rennwochenendes gefahren zu sein, hinter sich lassen und die Wittgenbornerin-mit-Heimrecht Lena Heun folgte, angefeuert vom euphorischen Fanblock mit Riesenspruchband und perfekten Laola-Wellen, auf Rang drei. Michi Schöttler erreichte den vierten Platz und die begehrte Meisterschaft in der Advanced. Elf Punkte konnte Julia Kalb (RT Albatros) beim Basic-Finale auf ihren direkten Konkurrenten den Zweitplazierten Bastian Müller gutmachen. Am Ende trennten sie gerade mal sieben Punkte vom Vizemeistertitel der Klasse Basic. Im Training wie im Rennen stellte sie ihr Gefährt aus der Brackenheimer Kartschmiede auf den zweiten Platz. Lediglich Heiko Heumesser (ACV-MSC Göge) konnte ihre Trainingszeit knapp unterbieten. Der junge Mann aus dem Göge-Tal fand sich am Ende des Rennes auf Rang drei. In der nächsten Saison wird wohl auch in der Meisterschaft mit ihm zu rechnen sein, da er momentan nebenher auch im Jugendkart noch diverse Meisterschaften fährt. David Ramm krönte seine Meisterschaft auch mit einem meisterlichen Finallauf und siegte mit überzeugender Leistung. Waren es im Training knappe zwei Hundertstel die Ex-AvD-Pro-2000-Meister und Gastfahrer Andreas Kolb Vorsprung hatte, so dokumentierte sein Acht-Sekunden-Vorsprung im Rennen, warum der sympathische Frammersbacher den Lupo-Cup 2003 gewonnen hat und das auch 2004 im Porsche Carrera Cup mit ihm zu rechnen sein wird. Vizemeister Schubert auf Rang zwei, Marcel Heck (390er Gastfahrer, früher in der 270er gefürchtet, heuer mehr im Autoslalomsport zuhause) und Iris Weber kompletierten die ersten beiden Startreihen. Helle ‚Aufregung dagegen im Family-Rennstall der Koops. Gnadenlos tickte die Zeituhr und am Kart von Angie wurde fieberhaft gearbeitet und im letzten Augenblick konnte sich die RC-Günzburgerin noch in die Startaufstellung in vorletzter Startreihe eintragen. Im Rennen arbeitete sie sich zwar noch auf Platz neun, was aber letztendlich für den anvisierten fünften Meisterschaftsrang nicht ausreichte. Andreas Berwinkel (ACH) hielt sich fein sauber heraus und war auf Sicherung der letzen fehlenden Meisterschaftspunkte aus, was ihm letztlich mit zwölf Zählern auch gelang. Andy Kolb fuhr vom Start weg davon und Iris Weber (MSC Gerstetten) überrumpelte die Konkurrenz. Lange verteidigte sie Platz zwei und die Punkteführung in der Klasse Solid. Doch gegen geballte Manneskraft nutzte auch ein immer breiter werdendes Kart nichts und Iris begnügte sich am Ende mit dem fünften Platz und dem Pokal der Damenwertung. Nach spannendem Rennverlauf mit ständigen Positionskämpfen holte Marcel Heck (AC Kötzing) die 20 Punkte und Platz zwei in der Tageswertung vor Shooting-Star Jean- Louis Capliuk , der am Sonntag schon gelernt hatte, daß man bei der Siegerehrung vorschriftsmäßig im Overall erscheint. Andy Berwinkel nahm seinen pokalfreien Sonntag präsentierte aber ein strahlendes Gesicht bei der spontan einberufenen Helfensteiner Meisterschaftsfeier im Wittgenborner Clubhaus.
Eckard Grandt
Nach leichten Anlaufschwierigkeiten und organisatorischen Problemen durch mangelde Bereitschaft sich im Vorfeld für das Helferrennen anzumelden fand es letztendlich in etwas abgewandelter Form am Freitag Abend doch noch statt. 11 Teams mit jeweils 2 Fahrern gingen auf die 1038 mtr. von Wittgenborn und das ohne jegliches Training oder Zeittraining, die Startplätze wurden nach Eingang der "Bestechungsgelder" durch den Rennleiter verlost :-) Nein natürlich war unser Rennleiter nicht bestechlich und es wurde ein Le Mans Start absolviert. Die Karts wurden links und rechts neben der Strecke aufgebaut und die Startfahrer mußten sich etwa 40 mtr entfernt hinter einer Linie zum Starten aufstellen. Flaggenstart und los ging es, die Helfer die hinter den Karts standen sorgten für einen reibungslosen Start und es ging auf die Reise. Etwa alle 8 Minuten wurde die Wechselflagge für 4 Minuten gezeigt, in dieser Zeit mußten die Fahrerwechsel vollzogen werden, Team Schnermann und Schultz fielen hierbei als einzigtes Team auf das bei allen drei Wechseln grundsätzlich als letztes die Boxengasse aufsuchte und nur um wenige Sekunden einer anstehenden Zeitstrafe entgangen sind. Tja so sind sie die Strategen, allerdings ging in diesem Fall die Strategie am Ende nicht auf. Platz 8 hieß es am Ende für die zwei. Nach ca. 45 Minuten und doch 28 gefahrenen Rennrunden wurde das Rennen wegen eintretender Dunkelheit beendet. Platz 1 für Jürgen Magrock und Andreas Eppinger Viel Spass gab es dann noch bei der anschließenden Siegerehrung und der ein oder anderen Feier im Fahrerlager, eventuell klappt es ja im nächsten Jahr wieder mit noch mehr Teams und der ein oder anderen eingebauten Gemeinheit wie zum Beispiel Tankstops Karttausch usw. :-)
Bopfingen 2003 9. + 10. Lauf der AvD PRO 2000 Rennkart-Trophy Schwäb’sche Heißebahne
Der Stimmung tat das keinen Abbruch. Sowohl in den Rennen als auch beim AvD-gestützten Helferfest am Samstagabend ging’s hoch her. Bei den „Lights“ dominierte in gewohnter Weise Thomas Schnermann, der als einziger im Rennen eine Rundenzeit unter 49 Sekunden auf den Asphalt brannte. Gewohnt auch die Scharmützel in den ersten drei Kurven, die dieses Mal Clarissa Leisegang aus den Top ten ins hintere Drittel beförderten. Nutznießer war unter anderem Ulrich Schumacher, der sich in einer tollen Aufholjagd von Platz 19 auf Rang 10 vorarbeitete, bis ihn ein durchgescheuerter Unterdruckschlauch lahm legte. Mechaniker, setzen – sechs! Hinter Thomas Schnermann belegten Maik Stolzenburg und Adrian Beck die Plätze zwei und drei. Am Sonntag bot sich nach etwas sanfteren Karambolagen fast das gleiche Gruppenbild – dieses Mal allerdings mit Dame, denn Clarissa Leisegang schob sich zwischen die Herren Stolzenburg und Beck auf Platz drei. In der 390er-Klasse „Advanced“ war fröhlicher Ringtausch angesagt. Am Samstag verwies Christopher Zeuner den Meisterschaftsführenden Michael Schöttler sowie Stephanie Ziegler auf die Plätze, am Sonntag wurde der Spieß umgedreht: Stephan Wachtel siegte vor der schnellen Steffi und vor Michael Schöttler. Chris Zeuner hatte nach einem Überholvorgang Probleme mit den Streckenmaßen (es fehlte ein Stück Teer) und landete so auf Rang vier. Mit harten Bandagen wurde vor allem am Samstag in den beiden „Schwergewichtsklassen“ gekämpft. Bei den Basic-Fahrern (270 ccm) hatte Bastian Kern Glück im Unglück, nachdem er sich nach einer Kollision in Zeitlupe überschlagen oder eher umgekippt wurde. Gottlob blieb’s bei mechanischen Schäden, einem kräftigen Schrecken und einem dicken Hals. An der Spitze des Feldes duellierten sich im Hunderstel-Bereich Tabellen-Spitzenreiter David Ramm und Pascale Bicher, der am Samstag auch den Sieg erkämpfte. Nachdem beim Sonntags-Qualifiying Michi Nowak die exakt gleiche Pole-Zeit erfuhr wie Passi Bicher, beide zu unterschiedlichen Zeiten auf der Bahn, musste die ex-aequa-Regelung zugunsten vom Kemptener Nowack angewendet werden. David Ramm erkämpfte sich den Sonntagssieg. Für Konstanz sorgte an beiden Tagen auf Platz drei die wie ein Uhrwerk fahrende Julia-Kyra Kalb, die in dieser Saison immer wieder in der Top-Five zu finden ist. In der Klasse „Solid“ (390 ccm) mischte ein Gastfahrer die Spitzengruppe auf. „Altmeister“ Markus Koop hat trotz seiner Gelegenheitsstarts in diesem Jahr nichts verlernt und brachte das Meisterschafts-Führungstrio Andreas Berwinkl, Stephan Schubert und Patrick Hauda ins Schwitzen. Am Samstag konnte Berwinkl noch den ersten Platz mit sieben Zehntel retten, am Sonntag gab’s kein Pardon: Fünf Sekunden betrug der Abstand auf Sieger Markus Koop. Den dritten Rang belegte im neunten Lauf Timo Kieslich, im zehnten Lauf Patrick Hauda.
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